Wie muss das Zusammenspiel von Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur, Energiemanagement, Aggregatoren, Netzbetreibern und Energiemärkten gestaltet sein, damit bidirektionales Laden in Österreich breit eingesetzt werden kann?
Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projektteam des FFG-Forschungsprojekts V2G Network intensiv in den letzten Monaten. In mehreren Workshops erarbeiteten zahlreiche nationale und internationale Expertinnen und Experten gemeinsam eine Systemarchitektur für bidirektionales Laden in Österreich. Als Ausgangspunkt diente die von IE2S entwickelte Systemarchitektur aus dem Forschungsprojekt InterBDL. Diese bestehende Grundlage wurde aufgegriffen und an die österreichischen Rahmenbedingungen und Akteure angepasst.
Das Ergebnis ist ein umfassender erster Entwurf, der die Komplexität des Gesamtsystems sichtbar und diskutierbar macht. Die Systemarchitektur schafft damit eine gemeinsame Grundlage für Technologieanbieter, Energiewirtschaft, Automobilbranche, Netzbetreiber, Forschung und öffentliche Institutionen. Der erste Entwurf ist somit gemacht, aber gleichzeitig ist auch klar: Eine Systemarchitektur für bidirektionales Laden ist kein statisches Endprodukt. Technologien, Standards, Marktmodelle und regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln sich laufend weiter. Auch Zuständigkeiten, Schnittstellen und Anforderungen müssen noch konkretisiert und gemeinsam abgestimmt werden.
Dank der V2G Alliance Austria wird diese wichtige Aufgabe auch nach Ende des Projekts V2G Network weitergeführt, mit dem Ziel die Systemarchitektur gemeinsam mit relevanten Stakeholdern weiterzuentwickeln und neue Erkenntnisse laufend zu integrieren.
